SY Vivianne Lee
 
Balticsailing.net GbR

2025
Update, März:

Anreise 7.3.25. Die nächste Werftüberholung steht an. Familie geht ins Hotel nach Savona. Ich fahre das Boot am Montag 10.3.25 in die Werft, 10:15, Boot hängt am Kran, sieht soweit alles gut aus. Die üblichen Arbeiten beginnen: Kärchern, Vorbereitungen für Antifouling, Anodenwechsel am Propeller sowie am Burgstrahler. Rumpf poliert bis halbe Rumpfhöhe. Freitag, 14.3.25 13:00 wieder im Wasser.

Zurück in Loano, die üblichen Bootsputz-Arbeiten, Saisonvorbereitungen. Ende März ist unser neues (eigendesign) Bimini fertig und wird erstmals montiert. Passt prima, sieht gut und stabil aus, und vor Allem kein Gestänge im Weg. 

Update, Ende Mai:

Die Mai-Juni Tour steht an. Diesmal soll es an der italienischen Festlandsküste nach SE bis südlich von Pisa/ Livorno gehen, dann nach Capraia, Elba rund,  Korsika Ostküste, Korsika NE und  über Imperia wieder zurück nach Loano. 

31.5.25 Abfahrt um 08:30 Uhr, kein Wind, keine Welle 22-27C, mit Maschine die 47sm bis nach Chiavari. Vor Portofino ist der Teufel los. Chiavari, ein netter kleiner Hafen der alles hat. Tanken hier nochmals 70 Liter nach. Weiter nach Fezzano in der Bucht von La Spezia. Die Durchfahrt bei Porto Venere ist sehr schön, allerdings mit der Ankerbucht vor der Insel auch total überfüllt. Fezzano ist o.k., allerdings steht am Schwimmsteg doch recht viel Schwell aus der Bucht der vorbei fahrenden Schiffe.

Weiter geht es endlich mal mit dem richtigen Wind (hoch am Wind) zur Marina Pisa. Hier bleiben wir zwei Tage.

Es geht weiter nach SE, wir passieren den hochfrequentierten Fährhafen von Livorno gehen nach Marina Cala Medici. Gute gepflegte Marina, dicht am Ortskern. Am Tag drauf geht es dann die 33 sm zur Insel Capraia. Bei der Abfahrt um 07:30 noch Flaute, dann kommt eine gute Brise auf, so dass wir gut und entspannt mit halben Wind nach Capraia segeln können. Wir hatten tatsächlich einen Platz in der Marina, die sehr eng ist, reservieren können. Hier bleiben wir zwei Tage, schauen und die Umgebung an, gehen gut lokal essen. Phantastisch, diese Insel.

Und es geht weiter, die kurzen 26sm nach Marciana, Elba. Hier war ich vor 20 Jahren schon mal. Die Marina ist erheblich modernisiert worden und hat sehr viel gute Gästestege dazu bekommen. Weiter geht es nach Portoferraio, allerdings nicht in den Stadthafen, sondern in den Werfthafen Esacom. Der Liegeplatz ist gut am Schwimmsteg. Allerdings ist der Fussmarsch in die Altstadt dann noch ein bisschen weit und vor allem direkt an der Strasse nicht besonders schön. Hier Esssen wir gut, nehmen dann ein Taxi zurück zum Hafen.

Der nächste tag wartet mit gutem Segelwetter. Um die NE Spitze von Elba herum nach Süden in die Bucht von Porto Azuro. Porto Azuro ist sehr schön, die Bucht gut geschützt. Hier bleiben wir auch wieder zwei Tage, kaufen weiteren Proviant ein.

Vor hier geht es nach passieren der SE Spitze von Elba mit Westkurs die insgesamt 48sm nach Bastia auf Korsika. Der Hafen ist sehr voll, wir bekommen einen Platz nahe des Hafeneingang an der Steinmole  mit Mooring. Zum Glück ist das Meer ruhig, sonst wäre das sicher ein wenig lustiger Liegeplatz.

So verlassen wir Bastia nach Norden um vor Macinaggio in der Bucht auf 5.5 m Wassertiefe zu ankern. Sandboden, kristallklares Wasser, herrliche Farben von den Felsen an der Buchtnordseite. Luft 29C, Wasser 22 C so macht das Spass.

Das Wetterfenster sieht gut aus für die lange Fahrt (88sm) nach Imperia. Wir verlassen den Ankerplatz in der Morgendämmerung am 14.6.25 um 04:50, Kurs zunächst 315, dann 305. Mit einer guten raumschots Briese machen wir gut aber ruhig Fahrt (Durchschnitt, knapp 6kn) am frühen Abend in Imperia an. 10 sm vor Imperia hatte der Wind nochmals deutlich zugelegt, so dass die Logge knapp 9kn über Grund zeigte. Wir gönnen uns einen Hafentag in Imperia und reisten dann am 16.6.25 die "Hausstrecke) nach Loano zurück. Wunderbare 385 sm liegen im Heckwasser, sehr beeindruckende Tour , bei der alles bestens funktioniert hat.

July/ August 2025.... Pause, auch viel Arbeit im Geschäft, zu heiss und zu voll im Mittelmeer..... 

September 2025:

Der sog. Sommertörn 2025 beginnt am 7.9.25. Einkauf, alles klar machen. Die Backbordseite auch noch poliert. Irgendein Dödel hatte uns im Frühjahr am Liegeplatz in Loano seinen Anker in meine Bugsprit gefahren, so das dort ein unschönes Loch im Gelcoat zusehen war. Also reparierte ich das hier noch am Schwimmsteg mit Spachtel, Gelcoat, schleifen und polieren... alles wieder gut.

Freitag 12.9.25 Abfahrt nach Imperia. Samstag weiter nach Menton, leider wie so oft ohne richtigen Wind, dafür aber mit einem unangenehmen Restschwell aus W-SW.. was solls...

Wir gehen dann gleich weiter nach Antibes, da wir (eigentlich) noch bis zu den Poquerolles wollen. Rund um Cannes ist immer schwierig Mitte September, da dann hier die Boatshow-Woche zuende geht, aber es immer mehr als eine Woche dauert, bis der Hafen wieder Gastlieger aufnehmen kann. Dadurch sind fast alles Häfen im Umkreis von 40sm völlig überbelegt.

Von Antibes fahren wir noch zwei Tage zum Ankern auf die Lerins Insel, sehr schön (wie immer). Baden, Sonne... Die Idee, bis zu den Porquerolles zu kommen müssen wir aufgeben, die Grosswetterlage zeigt zu viel Westwind. In den letzten Jahren ist es scheinbar so, dass die Zeit ab Mitte/ Ende September zu spät für diese Region ist. Wir müssen das dann doch wohl im heissen und Hauptsaison Monat August versuchen.......

18.9.25 zurück über Antibes in die Bucht von Villefranche-sur-mer. Ankern in der wunderbaren Bucht für 2Tage. Baden, den Blick auf die Stadt und die Berge geniessen. Allein das kommen und gehen der Kreuzfahrtschiffe (morgens um 06:00) mit den rasselnden ewig lagen Ankerketten und den kurz danach pendelden Shuttle Boote stören die Stille am Morgen.

Anker auf und weiter in das nicht weit entfernte Menton.

Hier legen wir am 21.9.25 Mittags um 12:00 Uhr wieder ab um (geplant) nach Imperia zu Motoren, da mit E 7kn Wind kaum ein Segeln möglich sein sollte.

Es sollte anders kommen: Kurz vor 13:00 Uhr legt der Wind erst auf 17kn, dann auf 24kn aus E zu, schnell steht eine 2.5m Welle gegenan. Wahrscheinlich der Einfluss einen grossen Gewitter das knapp 200 km  westlich über Lyon sein Unwesen trieb. Mit Genua im Reff und auf Kreuzkurs kämpft das Schiff gegen Wind und Wellen. Viel Kreuzschläge, viel Arbeit an den Winschen, sehr viel Wasser an Deck und bis ins Cockpit..... Immerhin ist es mit 26C warm.

So hat das allerdings bis Imperia kein Sinn. Wir entscheiden uns vor San Remo in den Hafen zu gehen und das schlechte Wetter dort abzuwarten. 

 Im Vorhafen von San Remo drehen wir rund 45 Minuten unsere Runden, machen die Fender klar bis wir eine Antwort für einen Liegeplatz im Hafen bekommen und dann endlich einlaufen dürfen. Freundliche Marineos helfen beim anlegen (zum Glück rückwärts gegen den starken Wind an die Pier.   Wir bleiben hier zwei Tage, allerdings müssen wir bei 25kn Wind nochmals auf die andere Seite der Mole umlegen, was nicht ganz einfach ist, aber immerhin gut funktioniert. Die alte Regel gilt. Immer schön langsam und vorsichtig. Hier  in San Remo treffen wir unsere Freunde aus Loano, die ebenfalls hier Zuflucht gesucht haben.

Am 23.9.25 geht es dann, nun bei Flaute aber die See hat noch Restschwell von ca. 1 m, nach Hause bis Loano. Waren leider nur knapp 200 sm, aber wieder mal eine Erfahrung mehr. Ende einer erfolgreichen weiteren Seereise.

Oktober/ November  2025:

Wir stellten fest dass einzelne Stäbe des Deakdeck  lose waren und Wasser unter diese dringen konnten. Tony wurde in Loano beauftragt das im Oktober wieder in Ordnung zu bringen. Ich reise nochmals Anfang November nach Loano um mit Tony den Stand der Arbeiten anzusehen. Tolle Reparaturleistung von Tony. 

Ich demontiere noch das Binini, tausche drei Fender aus, sichere das Boot mit zwei weiteren Spring-Leinen. Nun ist es sicher für den Winter 2025/206.

Wir hoffen sehr auf einen ruhigen Winter und werden dann in 2026 wieder weiter berichten....

So long......

Michael